Spinnenphobie – alles Wesentliche im Überblick

Was versteht man unter Spinnenphobie?

Unter Spinnenphobie versteht man die (krankhafte) Angst vor Spinnen. Arachnophobie ist das altgriechische Wort dafür und setzt sich aus den beiden Worten arachne (Spinne) und phobos (Angst)  zusammen.
Die Spinnenphobie gehört zu den sogenannten spezifischen Phobien. Diese zeichnen sich durch eine unangemessene und intensive Angst vor spezifischen Objekten und Situationen aus.

 

Auftreten und Verbreitung

Die Spinnenphobie tritt vor allem in der westlichen Zivilisation auf und ist in Westeuropa und Nordamerika stark verbreitet. Exakte Zahlen kann natürlich niemand liefern, allerdings kann man statistisch hochrechnen. Man geht davon aus, dass ca. 30 bis 50 % der Frauen und ca. 10 bis 20% der Männer eine mehr oder weniger starke Angst vor Spinnen haben. Erstaunlich ist dieses große Ausmaß deshalb, weil in Europa kaum gefährliche Giftspinnen vorkommen.
In einigen Teilen Asiens (Papua-Neuguinea) und Südamerikas stehen Spinnen sogar auf der “traditionellen Speisekarte”. Naturvölkern ist Spinnenphobie so gut wie unbekannt.

 

Symptome der Spinnenphobie

Die Symptome, die bei Betroffenen auftreten, sind individuell verschieden und von Person zu Person unterschiedlich stark ausgeprägt.  Die Spinnenphobie kann nicht nicht nur bei Kontakt oder bei Anwesenheit einer Spinne ausgelöst werden, sondern sie kann in Extremfällen auch nur durch ein Bild oder eine realistische Zeichnung entstehen.

Man kann die durch die Spinnenphobie ausgelösten Reaktionen und Symptome grob in drei Kategorien unterteilen.

Virtuelle Vorstellung einer Situation, in der sie mit einer Spinne konfrontiert sind. Die Betroffenen stellen sich vor, wie eine Spinne an ihrem Hosenbein hinaufklettert oder in ihre Haare oder Ohren, etc. eindringt. Auch das Erzählen über die eigene Angst vor Spinnen gegenüber anderen Personen fällt in diese Kategorie, in der allein die Vorstellung Angstzustände verursacht.

Die nächste Stufe der Spinnenphobie ist das Kontroll-, Vermeidungs- und Fluchtverhalten.
Wird ein unbekannter Raum oder Zimmer betreten, z.B. ein Hotelzimmer, dann wird dieses nach Spinnen abgesucht. Auf diese Weise versucht man durch Kontrolle Herr der Lage zu werden und beruhigt schlafen zu können.
Eine andere Strategie versucht, Situationen und Orte zu vermeiden, an den man Spinnen begegnen könnte. Keller, Dachboden und Garage werden beispielsweise nach Möglichkeit vermieden oder ein notwendiger Aufenthalt an andere delegiert.
Sollte es dennoch zu einer plötzlichen Begegnung mit einer Spinne kommen, dann hilft zu guter letzt ein mehr oder weniger geordneter Rückzug. Man ergreift die Flucht.

Die heftigsten Reaktionen sind aber die körperlichen Symptome, die man allgemein von Angstzuständen kennt. Dazu gehören zitternde Hände und Beine, Schweißausbrüche, Übelkeit und Erbreche, Hyperventilieren und Herzrasen. Einige dieser Symptome können auch zu Panikanfällen führen.

 

Ursachen der Spinnenphobie

Als Ursachen für Auftreten einer Spinnenphobie werden vor allem evolutionäre und kulturelle sowie pyschologisch-bedingte Gründe aufgeführt.

Bei der evolutionär getriggerten Spinnenphobie vermutet man, dass die Spinnenphobie gewissermaßen angeboren ist. Bei dieser Theorie geht man davon aus, dass unsere Vorfahren gefährlichen Spinnen stärker ausgesetzt waren. Zu dieser Zeit hat sich das Leben stark in der freien Natur abgespielt und somit war er gefährlichen Bedrohungen stärker ausgeliefert. Dieses Angstgefühl wurde dann von Generation zu Generation weitergegeben. Und diese Angst ist dann bei uns wie ein Instinkt gewissermaßen gelandet 🙁

Eine andere Theorie hält die Spinnenangst für ein erlerntes Verhalten. Ein (Klein-) Kind beobachtet sein Umfeld, insbesondere seine Eltern und Geschwister. Beobachtet nun das Kind, wie seine Mutter Angst vor einer Spinne zeigt, so merkt sich das Kind dieses Verhalten. Es lernt, dass Spinnen gefährlich sind und kann so auch eine Angst vor Spinnen entwickelt, obwohl es selber noch keine negativen Erfahrungen damit gemacht hat.

Mehr zu den Ursachen und den Hintergründen von Spinnenphobie kann in diesem Artikel nachgelesen werden.

Behandlungsmethoden und Therapien

Zunächst sei mal festgestellt, dass zur Behandlung der Spinnenphobie keine Ursachenforschung betrieben werden muss. Mit anderen Worten ist es nicht wichtig zu wissen, woher im individuellen Fall die Angst vor Spinnen herrührt.

Grundsätzlich ist eine Therapie zu empfehlen, wenn das allgemeine Alltagsleben durch die Spinnenphobie stark eingeschränkt wird und die Qualität des Lebens darunter merklich leidet (Abschnitt Ursachen der Spinnenphobie).

Therapien zeichnen sich durch wirkungsvolle und schnelle Hilfe aus und beeindrucken durch eine hohe Erfolgsquote.

Es gibt verschiedene Therapeutische Methoden, die bei Spinnenphobie zur Anwendung kommen.

  • Konfrontations- und Verhaltenstherapien
  • Hypnosetherapie
  • Tiefenpyschologische Verfahren
  • Weitere Verfahren aus der Naturheilkunde und Energiemedizin